Slowear eröffnet Flagship-Store in Hamburg
Slowear eröffnet Flagship-Store in Hamburg

05.11.2020 | Das italienische High-End Fashion Unternehmen Slowear hat in Hamburg die Pforten seines neuen Flaghip-Stores geöffnet. Das Geschäft im Paulsenhaus, einem historischen Bauwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert, ist der zweiten Standort der Marke in Deutschland. Der erste Slowear-Store ist in München lokalisiert. Das Interieur stammt aus der Feder des Designstudios ‚Studio Carlo Donati‘, und hat seinen Schwerpunkt auf ‚Made in Italy‘. Charakteristische Merkmale des Stores im neuen Designkonzept sind der anthrazitfarbene Fliesenboden mit Fischgratmuster, raffiniert designte Möbel wie rubinrote Plexiglasregale, Präsentationseinheiten mit achteckigem Messing und Rauchglasplatten, darüber hinaus Sonderanfertigungen, Kronleuchter und weitere Designhighlights wie ein halbrundes Sofa aus hellblauem Samt aus den 1930er Jahren oder ein Sessel aus den fünfziger Jahren. Trotz des neuen Konzepts bleibt die Lounge im hinteren Teil des Shops dem typischen ‚homey‘-Stil treu, der charakteristisch für die Slowear-Läden ist.

Anlässlichs des Openings in Hamburg beantwortete Roberto Compagno, CEO der Marke Slowear, TM TextilMitteilungen exklusiv einige Fragen rund um das Opening und die Pläne der Marke in der nahen Zukunft:

Herr Compagno. Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung Ihres zweiten deutschen Stores. Was bedeutet die Eröffnung für Ihr Unternehmen? Wie sehen Ihre Pläne für den deutschen/deutschsprachigen Markt aus?

Die Eröffnung unseres zweiten Stores in Deutschland in Hamburg ist ein großer Erfolg für Slowear. Ja, es fällt vom Zeitpunkt zwar in eine sehr seltsame Zeit für uns alle, aber wir sind guter Dinge, dass diese Situation nicht ewig andauern wird. Grundsätzlich sind wir uns deshalb ziemlich sicher, dass die weitere Investition ein wichtiger Baustein für unseren zukünftigen Erfolg sein wird. Deutschland war schon immer ein sehr wichtiger Markt für Slowear. Wir haben vor langer, langer Zeit mit dem Verkauf von Produkten unserer Hosenmarke Incotex gestartet und es war der erste internationale Markt, den wir angesprochen haben, als wir beschlossen haben, unsere Marke auch außerhalb Italiens weiterzuentwickeln.

Es ist also ein Markt, der eng mit unseren ersten internationalen Schritten von Slowear verbunden ist. Dank der positiven Reaktionen unserer Filialen war es für uns an der Zeit, mit einem soliden Expansionsplan in Deutschland fortzufahren. Wir planen, dass wir bis 2023 fünf Stores eröffnen werden – demnächst an der Reihe sind Berlin und Düsseldorf.

Wir befinden uns in einer Pandemie. Wie gehen Sie mit dem Thema als Unternehmen um? Welche Erfahrungen haben Sie in diesem Jahr mitgenommen, die Sie künftig in Ihren Unternehmensaktivitäten beherzigen werden?

Diese Pandemie hat einen starken technologischen Schub generiert – vom Privatleben bis hin zum Geschäftlichen: Wir haben uns endlich daran gewöhnt, mit Technologien auf einer höheren Ebene zu interagieren und demzufolge alles viel stärker digitalisiert. Das ist eine Tatsache, die wir alle berücksichtigen müssen. Wir planen deshalb in unsere Online-Plattformen stärker zu investieren und streben immer mehr eine vollständige Integration zwischen Online- und Offline-Geschäften an. 

In Bezug auf unsere Kollektionen sind wir dem treu geblieben, was wir schon immer mit Slowear vorleben möchten - wir stehen seit 2003 für langlebige und zeitlose Mode. Jetzt, wo nahezu fast alle Marken über Langlebigkeit und Zeitlosigkeit sprechen, vertrauen wir darauf, dass unsere Endverbraucher unser beständiges und kohärentes Markenversprechen schätzen und sehen, dass Slowear schon immer für langlebige Mode ausgesprochen hat.

Was bedeuten die Begriffe Langlebig- und Nachhaltigkeit konkret für Sie und wie setzen Sie diese in Ihrer Unternehmenskultur und in Ihren Kollektionen um?

Unser Name sagt schon alles: Slowear steht für langlebige Mode und langlebig für Nachhaltigkeit und Respekt. Wir schlagen einen anderen Ansatz für Shopping vor, nämlich einen, der sich mehr mit den Produkten befasst und die nicht am Ende einer Saison weggeworfen, sondern weiterhin gerne getragen werden. Im Grunde kehren wir das Paradigma um und Slowear ist eine Art Treffpunkt zwischen einem Produkt, das nicht nur für eine Saison gedacht ist und einem Verbraucher, der nicht nur stur den Trends folgt, sondern auf Eleganz und Stil setzt.

Kunden kaufen derzeit gezielter Kleidung ein. Wie gehen Sie auf das Verhalten ein? Oder sieht es bei Ihnen anders aus?

Mehr als Kategorien ändert sich das Kaufverhalten, denn unsere Verbraucher beginnen sowohl online als auch offline einzukaufen. Das ist ein Aspekt, der uns mit Zufriedenheit erfüllt. In Bezug auf die Produkte haben wir, in einer Zeit, in der wir mehr im smarten Arbeiten als im Büro sind, eine leichte Verschiebung hin zur casual oder Freizeitmode festgestellt. Ein deutliches Zeichen der Zeit, das sich wahrscheinlich auch auf unsere durchschnittliche Garderobe nach dem Lockdown auswirken wird.

Verraten Sie uns kurz- und langfristig angelegtne Pläne und Projekte rund um Slowear?

Der Plan ist der, den wir vor den ersten Lockdowns im vergangenen Frühjahr gemacht haben: Wir wollten in fünf Jahren 25 Geschäfte eröffnen und dieses Ziel möchten wir auch beibehalten, aber das Tempo zu beschleunigen: auf drei statt fünf Jahre. Fokusmärkte sind die USA und Deutschland (die reiferen Märkte, in denen die Verbraucher proaktiver reagieren). Wir sind davon überzeugt, dass die Unternehmen, welche heute investieren, größere Chancen auf eine bessere Zukunft haben.

slowear.com

05.11.2020