Dieter Holzer, CEO Marc O‘Polo
Marc O'Polo fordert schnelle Hilfsmaßnahmen

20.03.2020 | „Das Geschäftsmodell des Handels ist in der aktuellen Situation zum Erliegen gekommen. Die Bundesregierung muss die avisierten Maßnahmen sehr schnell zu den bedürftigen Unternehmen bringen. Dies ist keine Frage von Wochen, sondern vielfach eine Frage von Tagen. Wir unterstützen unsere Handelspartner mit unseren Möglichkeiten. Die von der Regierung angestoßene Aussetzung des Insolvenzrechtes und die Kurzarbeitsregelung sind wichtige Schritte. Gleichzeitig müssen nun geeignete Werkzeuge zur Entlastung des gesamten Handels, der Industrie und der Lieferketten sehr schnell greifen.“

Folgende Maßnahmen sind notwendig:

  • Liquiditätshilfen über einen Sonderfonds für den mittelständischen Modefachhandel.
  • Bundesbürgschaften für den Modefachhandel für Warenlieferungen zur Sicherung der Lieferketten

„Die große Herausforderung wird der Faktor Zeit sein. Wann erreichen die Mittel den Modefachhandel und die Warenhäuser? Angezeigt wäre eine Entlastung der KfW und ein Weiterreichen der Vergaberechte an Banken oder Verbände. Deutschland hat eine tolle Handelslandschaft mit hoher Attraktivität der Innenstädte, diese müssen wir nun erhalten und sichern“. 

Wie wichtig ist Ihnen ein partnerschaftlicher Umgang mit dem Handel (insbesondere in Krisenzeiten)?
„Marc O‘Polo steht im Markt für ein sehr partnerschaftliches Verhalten, nicht nur in besonderen Zeiten. Wir pflegen mit unseren Handelspartnern eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das schätzen diese sehr und das zahlt sich gerade in herausfordernden Zeiten aus."

Mit welchen Auswirkungen der aktuellen Krise rechnen Sie für Ihr Unternehmen?
„Die Situation ändert sich laufend. Auswirkungen sind aktuell nicht absehbar."

www.marc-o-polo.com

20.03.2020