HDE: Vorschläge zur Öffnung aller Einzelhandelsgeschäfte

29.04.2020  | An diesem Donnerstag wollen die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder über eine mögliche weitere Lockerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Corona-Epidemie besprechen. Der Handelsverband Deutschland  (HDE) stellt bereits Vorschläge für eine Rückkehr zu einem regulären Geschäftsbetrieb im Einzelhandel ab dem 04. Mai vor. „Die Wiedereröffnung der Einzelhandelsgeschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ist durchweg sehr verantwortungsvoll verlaufen. Ein Kundenansturm auf die Geschäfte ist ausgeblieben, die Kunden verhalten sich besonnen und risikobewusst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Angesichts dieser positiven Erfahrungen sollte in einem nächsten Schritt die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels nach einheitlichen, nicht-diskriminierenden Vorgaben flächendeckend im gesamten Bundesgebiet ermöglicht werden. Genth weiter: „Der Einzelhandel steht bereit, unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche unter Einhaltung der erforderlichen Infektionsschutzkonzepte zu öffnen.“  

Um Rechtssicherheit und Planbarkeit für die Unternehmen sicherzustellen, sollte dabei auf den geltenden Vorgaben zum Gesundheitsschutz und den entsprechenden Hygiene- und Verhaltensregeln aufgebaut werden. „Um einen geordneten Geschäftsbetrieb und damit die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen zu können, benötigen die Unternehmen einen verlässlichen Rahmen mit umsetzbaren und transparenten Vorgaben“, so Genth. Verhindert werden müsse ein föderaler Flickenteppich mit vielen lokal unterschiedlichen Regelungen. Auch bei der Maskenpflicht beim Einkauf sollten die Vorgaben eindeutig sein, um unterschiedliche Interpretationen auf städtischer und kommunaler Ebene auszuschließen. Zudem müsse sichergestellt werden, dass bei Verstößen gegen die Maskenpflicht, nicht der Händler zur Verantwortung gezogen werde. Genth: „Die Einzelhändler sind keine Ersatz-Polizei. Die Durchsetzung der Maskenpflicht ist eine hoheitliche Aufgabe.“    Zudem macht der HDE deutlich, dass die sehr gut funktionierende  Versorgung der Bevölkerung durch den Lebensmittelhandel nicht durch neue Sonderregelungen und Vorgaben gefährdet werden sollte. „Der Lebensmittelhandel arbeitet nach wie vor unter erschwerten Bedingungen und bewältigt Tag für Tag große Herausforderungen. Dieses krisenerprobte System darf jetzt nicht leichtfertig gefährdet werden“, so Genth.

https://einzelhandel.de/

29.04.2020