HDE fordert schnelle Umsetzung von Überbrückungshilfen
HDE fordert schnelle Umsetzung von Überbrückungshilfen

12.06.2020 | Eine aktuelle HDE-Umfrage unter 400 Handelsunternehmen besagt, dass über ein Drittel der Nicht-Lebensmittelhändler in Deutschland sich bedingt durch die Corona-Krise gesunkenen Umsätze in ihrer Existenz bedroht fühlen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert mit Blick auf die heutige Kabinettsitzung der Bundesregierung, dass insbesondere die Überbrückungshilfen schnell unkompliziert ausgezahlt werden müssen. „Viele Nicht-Lebensmittelhändler stehen vor existenziellen Problemen. Nach wie vor finden deutlich weniger Kunden als vor der Coronakrise üblich den Weg in die Geschäfte, die Umsätze erreichen vielerorts kein auskömmliches Niveau“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die HDE-Umfrage legt dar, dass die Hälfte der Nicht-Lebensmittelhändler in der laufenden Woche weniger als 75 Prozent des Vorjahresumsatzes erzielte. Ein Drittel der Befragten gibt an, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum maximal halb so viele Kunden zum Einkaufen unterwegs waren.

Auch gegenüber der Zukunft hegen knapp 80 Prozent der Händler Pessimismus: Sie gehen davon aus, dass als Folge eine Insolvenzwelle in der Branche geben wird und, dass sich damit das Bild der Innenstädte verändern wird. „Die von der Bundesregierung angekündigten Überbrückungshilfen für Unternehmen müssen schnellstmöglich beschlossen und umgesetzt werden. Ansonsten könnte es für viele Nicht-Lebensmittelhändler zu spät sein“, sagt Genth. In der Folge würden dann auch zahlreiche Innenstädte veröden: „Ohne Handel stirbt die Innenstadt.“ Schnelle und unbürokratische Hilfen seien deshalb unverzichtbar.

www.einzelhandel.de

12.06.2020