HDE fodert politische Unterstützung für mittelständigen Handel
HDE fodert politische Unterstützung für mittelständigen Handel

26.04.2019 | Laut der aktuellen Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter 1.000 Unternehmen aller Größen, Branchen und Standorte rechnet eine Vielzahl der Befragten mit einer verschärften Geschäftslage insbesondere im mittelständischen Einzelhandel. Insgesamt sieht die Gesamtlage nach HDE-Prognose gut aus, so soll sich der Umsatz der Unternehmen in diesem Jahr moderat um zwei Prozent auf 537 Milliarden Euro erhöhen. Der stationäre Einzelhandel soll 2019 um nominal 1,3 Prozent wachsen. Die Erlöse im Online-Handel erhöhen sich laut des Verbands um rund neun Prozent auf 57,8 Milliarden Euro. Die Umfrage zeigt aber auf der anderen Seite, dass die Umsatzerwartungen gegenüber dem Vorjahr niedriger ausfallen. Nur noch 30 Prozent (im Vorjahr 37 Prozent) der befragten Unternehmer rechnen im ersten Halbjahr 2019 mit steigenden Erlösen. Kleinere Unternehmen sind mit der Geschäftslage besonders unzufrieden.

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth zur Lage: „Der mittelständische Handel braucht politische Unterstützung, um im aktuellen Strukturwandel bestehen und von der Digitalisierung profitieren zu können.“ Reformbedarf sieht er vor allem bei der Unternehmensbesteuerung. Die Hinzurechnungsregelungen bei der Gewerbesteuer wirken sich in vielen Fällen krisenverschärfend aus. Noch immer seien die Kosten für die Energiewende ungerecht verteilt und belasteten Händler und Privatverbraucher überproportional. Anstelle des ungerechten und komplizierten Umlagesystems solle die Energiewende über einen CO2-Preis finanziert werden. Das sei gerecht und hätte eine positive Steuerungswirkung auf den Klimaschutz, so Genth. Darüber hinaus fordert der Handel mit Blick auf die vielerorts überforderte Infrastruktur den weiteren Ausbau und Erhalt des Straßennetzes sowie des öffentlichen Personennahverkehrs. Denn die Versorgung der Kunden und Geschäfte muss auch künftig gesichert sein.

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26.04.2019