HDE: Einführung des digitalen Euros
HDE: Einführung des digitalen Euros

06.12.2019 | Der Handelsverband Deutschland plädiert für die Einführung eines digitalen Euros. Eine staatlich garantierte und überwachte digitale Währung sei für Kunden und Händler gleichermaßen notwendig, um eine effiziente und datensichere Alternative zu den Angeboten der globalen Kreditkartenunternehmen und großen Tech-Unternehmen wie Facebook zu haben. „Der digitale Euro sollte aus unserer Sicht die Anforderungen von Bargeld mit den Möglichkeiten des digitalen Handelns vereinen“, schreibt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in einem Brief an Minister Olaf Scholz. Im Unterschied zu etablierten Verfahren und neuen Initiativen wie Libra könne eine staatliche digitale Währung mehr Unabhängigkeit von zentralen Systembetreibern wie den Kreditkartenorganisationen und beispielsweise Blockchain-basierten Anbietern sicherstellen. Genth sagt weiter: „Für Handel und Verbraucher ist es wichtig, ein Geschäft sicher, effizient und datensparsam auf Basis einer stabilen Währung abzuschließen. Dazu kann der digitale Euro beitragen.“ Vor allem internationale Unternehmen drängen in den Markt der Bezahlsysteme und Währungen und versuchen, sich zwischen Handel und Kunden zu etablieren. Bislang konnten Handel und Verbraucher auf Bargeldprozesse zurückgreifen, um einer zu großen Einflussnahme der globalen Anbieter zu entgehen. In einer digitalen Welt wird dies immer schwieriger. Deshalb fordert der HDE nun, die Möglichkeiten der Einführung eines digitalen Euros zu erforschen.

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06.12.2019