HDE: Bekleidungshandel mit minus 40 Prozent Umsatz
HDE: Bekleidungshandel mit minus 40 Prozent Umsatz

24.11.2020 | Die Einkaufssituation in den Innenstädten hat sich nach Aussage des Handelsverband Deutschland (HDE) nicht entspannt. Eine aktuelle Umfrage, die der HDE unter 580 Händlern durchgeführt hat, kam zum Ergebnis, dass die Umsätze in der vergangenen Woche durchschnittlich rund einen Drittel unter denen des Vorjahres lagen. Bei den Bekleidungshändlern waren es sogar 40 Prozent im direkten Vorjahresvergleich. „Der Teil-Lockdown hinterlässt tiefe Spuren. Die Kunden kommen nicht mehr in gewohnter Zahl in die Stadtzentren. Das ist insbesondere im für die Händler für gewöhnlich umsatzstarken Weihnachtsgeschäft für viele Unternehmen existenzbedrohend“, warnt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die aktuelle HDE-Trendumfrage mache deutlich, dass die Kundenzahl in den Innenstädten in der dritten Novemberwoche im Durchschnitt um rund 40 Prozent niedriger lag als im Vorjahreszeitraum.

„Wenn die Politik jetzt nicht zeitnah mit Hilfsprogrammen eingreift, dann überschreiten wir zeitnah den Kipppunkt, ab dem viele Händler nicht mehr zu retten sein werden. Dann wären auch viele Innenstädte unwiederbringlich verloren“, so Genth weiter. Auch der Einzelhandel müsse von den staatlichen Novemberhilfen etwas abbekommen. Der HDE fordert, dass die Bundesregierung die Kriterien bei den Überbrückungshilfen so anpassen soll, dass auch Händler mit ihren traditionell geringen Margen davon profitieren können. Bisher seien hier die Vorgaben für den notwendigen Umsatzverlust zu hoch angesetzt. „Einzelhändler geraten oft schon bei Umsatzeinbußen von 20 Prozent in Existenznot“, erläutert Genth. „Die Politik darf die Einzelhändler, die enorm unter den Auswirkungen des Teil-Lockdowns leiden, nicht im Stich lassen. Es geht an dieser Stelle auch um die Zukunft unserer Stadtzentren.“

Bild: Unsplash

einzelhandel.de

24.11.2020