German Fashion: Bekleidungshersteller unter Druck
German Fashion: Bekleidungshersteller unter Druck

17.12.2020 | Der Modeverband German Fashion schlägt Alarm, denn der harte Lockdown trifft die Bekleidungsindustrie bis ins Mark. Seit Mittwoch haben die Läden in Deutschland geschlossen. „Die Hersteller der deutschen Mode sind dadurch gleich mehrfach betroffen, denn die Schließungen in den wichtigsten Absatzländern der Unternehmen kommen hinzu“, erklärt Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes German Fashion. Fakt ist, dass die deutsche Modeindustrie sehr stark vom Export abhängig ist, denn mehr als ein Drittel des Umsatzes erzielt sie im Ausland. Doch dort sehe es derzeit genauso fatal aus wie im Inland. Nachdem Österreich und Frankreich die Läden für mehrere Wochen dichtgemacht hatten, folgte am Dienstag der Lockdown in den Niederlanden, dem wichtigsten Absatzmarkt für die hiesige Modeindustrie. Hinzu kämen die unübersichtlichen Regelungen in vielen wichtigen Läden. Auflagen und Maßnahmen würden sich oft sogar in den einzelnen Regionen unterscheiden. „Die deutschen Hersteller sind weiter in der schwierigen finanziellen Situation, den Einkauf der Ware aus den Produktionsländern abzuwickeln, aber es zeichnet sich auch ab, dass die Order deutlich zurückgehen wird“, betont Thomas Lange, Hauptgeschäftsführer von German Fashion. Weitere steuerliche Entlastungen seien für den gesamten Mittelstand notwendig, ebenso ein Abbau von Bürokratie und eine schnelle Hilfe bei der Umsetzung der Überbrückungshilfen.

Bild: Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des deutschen Modeverbandes German Fashion

germanfashion.net

17.12.2020