Gallery Shoes: Stürmische Zeiten
Gallery Shoes: Stürmische Zeiten

15.03.2019 | Zum Abschluss der vierten Ausgabe der Gallery Shoes im Areal Böhler in Düsseldorf, zog Igedo Geschäftsführerin Ulrike Kähler ein positives Fazit: „Ohne die ernste Sturmsituation am Sonntagnachmittag in NRW und großen Teilen Deutschlands mit entsprechend starken Einschränkungen hinsichtlich der Anreise, aber auch deutlich spürbaren Sicherheitsmaßnahmen auf dem Gelände selbst, hätten wir die ohnehin schon sehr erfreuliche und stabil bleibende Zahl von rund 9.800 Fachbesuchern sicherlich nach oben hin durchbrochen. Bereits Sonntagvormittag war der ‚Run‘ groß und die Hallen des Areal Böhlers sehr gut gefüllt. Gleiches gilt ganztägig für den gestrigen Montag.“

Positiv gestimmt waren auch die Teilnehmer der Pressekonferenz des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie HDS/L. Brigitte Wischnewski, Präsidentin des Bundesverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels sieht die Gallery Shoes als Must-Veranstaltung für den Schuheinzelhandel und fasste begeistert zusammen, dass man dort als Fachbesucher nicht fehlen darf. Allerdings verdeutlicht sie auch, dass der Schuheinzelhandel ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich hat. Nach vorläufigen Berechnungen des BDSE gaben die Umsätze um drei Prozent nach. Der stationäre Schuheinzelhandel musste im Jahr 2018 sogar ein Umsatzminus von etwa vier Prozent hinnehmen. „Dem Handel fehlt die Begeisterung. Man muss für sein Produkt brennen“, sagt Brigitte Wischnewski. Auch Carl-August Seibel, Vorsitzender des Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V. bestätigte während der Pressekonferenz, dass das Umsatzwachstum der deutschen Schuhindustrie 2018 deutlich schwächer war. „Im Jahr 2018 stiegen die Umsätze der deutschen Schuhhersteller nur um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inflationsbedingt ergibt sich daraus allenfalls eine Stagnation. Der Gesamtumsatz lag im Kalenderjahr 2018 bei 2,96 Milliarden Euro. Einbußen vor allem im Auslandsgeschäft: Während der Inlandsumsatz ein Wachstum von 3,2 Prozent aufweist, brach der Umsatz im Ausland um fast zehn Prozent ein. Vor allem in dem für die deutsche Schuhindustrie so wichtigen EU-Ausland ging der Umsatz stark zurück“, erklärt Carl-August Seibel. Ergänzend dazu sagte Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V.: „Trotz der stagnierenden Umsatzentwicklung wächst die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Schuhindustrie. In 2018 waren insgesamt 15.404 Mitarbeiter in den Betrieben der deutschen Schuhhersteller beschäftigt. Damit ist die Beschäftigung im Vergleich zu 2017 um 4,4 Prozent gestiegen.“ Für das Jahr 2019 sieht Carl-August Seibel eine große Herausforderung. „Für das erste Halbjahr 2019 erwartet die deutsche Schuhindustrie eine schwierige und herausfordernde Orderrunde. Auch das gesamte konjunkturelle Klima trübt sich etwas ein, wenngleich die Beschäftigungsquote und damit auch die Kaufkraft weiterhin hoch bleibt. Für 2019 rechnen wir deshalb damit, dass in den Segmenten Sicherheitsschuhe und Sportschuhe die Nachfrage sich auf einem anhaltend hohen Niveau bewegen wird, während die anderen Bereiche eher stagnieren.“

www.gallery-shoes.com // www.hdsl.eu // www.bdse.org

15.03.2019