EU-Mitgliedsstaaten beschließen neue Mehrwertsteuer-Regelungen
EU-Mitgliedsstaaten beschließen neue Mehrwertsteuer-Regelungen

15.03.2019 | Bei einem Treffen der EU-Finanzminister der Mitgliedsstaaten Irland, Estland, Dänemark und Schweden ist die Einführung einer EU-weiten Digitalsteuer gescheitert und ein neuer Kompromissvorschlag blockiert worden. Allerdings haben sich die EU-Mitgliedsstaaten auf detaillierte Maßnahmen für die Einführung neuer Mehrwertsteuer-Regelungen geeinigt. So müssen Marktplatzbetreiber wie Amazon und Ebay ab 2021 die Mehrwertsteuer für Waren abführen, die aus Nicht-EU-Ländern kommen. Dies gilt auch, wenn die Produkte aus dem Logistikzentrum der Plattformbetreiber an die Kunden versendet werden. Die Plattformbetreiber werden außerdem verpflichtet, Auszeichnungen über die Verkäufe von Gegenständen oder Dienstleistungen zu führen, die über die Plattform abgewickelt werden. Bereits seit diesem März ist eine ähnliche Regelung in Deutschland in Kraft getreten. Ein weiterer Beschluss der EU-Finanzminister ist, dass sie bis 2021 ein Unternehmer-Portal online stellen wollen, über das sich Online-Händler für das Mehrwertsteuer-Verfahren anmelden können. „Eins nach dem anderen schließen wir die Schlupflöcher, durch die den EU-Staaten Steuereinnahmen entgehen, die sie für öffentliche Dienstleistungen und Investitionen nutzen könnten. Gleichzeitig, passen wir die Mehrwertsteuervorschriften an das 21. Jahrhundert und seine zunehmend digitale und globalisierte Wirtschaft an“, sagt EU-Finanz und Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici.

Foto: ©Europäische Union 2019

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15.03.2019