09. September 2014  |  TM-digital Messen & Märkte
Die 37. Munich Fabric Start (MFS) endete mit einem positiven Ergebnis für die Messeveranstalter. Vom 2. bis 4. September präsentierten rund 950 Aussteller aus aller Welt ca. 1.500 Kollektionen aus den Bereichen Stoffe und Zutaten.
Zirka 20.000 Besucher aus der Textil- und Bekleidungsindustrie kamen zum Auftakt der Saison Herbst/Winter 2015/16, um sich über die neuesten Trends aus den Bereichen Denim, Basic, Sportswear und Couture zur informieren. Die Besucherzahl konnte im Vergleich zur vorangegangenen Veranstaltung im vergangenen Februar 2014 gehalten werden.
"Wachsender Zulauf aus Europa"
Positiv gestimmt zeigten sich die Messeverantwortlichen Wolfgang und Sebastian Klinder insbesondere über den zunehmenden internationalen Zuspruch. „Wir sind ein wenig überrascht und natürlich sehr erfreut über den wachsenden Zulauf aus Europa und darüber hinaus, wie beispielsweise aus Amerika und Kanada. Dies bestätigt neben dem Termin der Munich Fabric Start vor allem auch das kuratierte Portfolio, das internationalen Anklang findet und Gäste aus aller Welt nach München zieht“, zieht MFS-Geschäftsführer Wolfgang Klinder ein Resümee.
Mit der endgültigen Absage, in Istanbul mit einer Messe zu starten, konzentriert sich das MFS-Team auf die eigenen Projekte. Dazu gehört auch die VIEW, die wenige Wochen vor der MFS-Veranstaltung stattfindet. Nachdem der alte Veranstaltungsort, das Prisco Haus, aufgrund der großen Ausstellernachfrage zu klein geworden war, ist man in die renovierten Hallen des Münchner Verkehrsmuseums gezogen, wo im vergangenen Juli erstmals die VIEW ausgerichtet wurde. „Wir wollen nicht größer werden, sondern interessant bleiben“, erklärt Wolfgang Klinder die künftige Zielvorgabe in puncto VIEW.
Gleichzeitig entgegnet er allen Gerüchten: „Wir wollen die VIEW in der aktuellen Größe beibehalten und nicht zu einer zweiten MFS werden lassen. Zudem werden wir den Messestandort nicht mehr wechseln, da wir den Besucher nicht mehr überfordern wollen.“
Rund 900 Aussteller als Richtwert
‚Über Qualität und Internationalität wachsen? ist die allgemeine Devise der Klinders und ihren Projekten. So will man an dem Richtwert von 900 internationalen Ausstellern festhalten, obwohl es verstärkte Nachfrage von neuen Namen gäbe. Sebastian Klinder konkretisiert: „Wir wollen nicht auf Druck wachsen. Es ist gut so wie es momentan ist. Wir stoßen bereits jetzt an unsere räumlichen Kapazitäten.“ Der Wunsch nach Vergrößerung wäre insbesondere im Accessoires-Bereich laut geworden. Hier wolle man noch einmal über Wachstumskapazitäten nachdenken. Die Klinders betonen jedoch: „Wir werden nicht umbauen oder die Hallen vergrößern. Sie werden in der jetzigen Größenordnung bestehen bleiben.“
Völlig ausgebucht war auch die Denim- und Sportswearmesse BLUEZONE in der Zenith-Halle. Mit 75 internationalen Ausstellern (Webereien, Wäschereien und Finishern) hatte die Veranstaltung über zwei Tage hinweg volles Haus. „Die überaus gute und positive Resonanz auf die BLUEZONE zeigt uns, dass dieses Format zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Der Markt braucht und nutzt diese Denimplattform zu diesem Termin“, erläutert Sebastian Klinder. Die Denim by PV in Barcelona wäre gerade für den deutschen Markt optimal zum Anteasen, die BLUEZONE hingegen ideal, um die Ideen in die Tat umzusetzen.
Ausnahmsweise im Februar 2015: Beginn an einem Montag
Die kommende, 38. Ausgabe der Munich Fabric Start wird vom 2. bis 4. Februar 2015 stattfinden. Die Messe wird ausnahmsweise an einem Montag starten, da der internationale Messeplan insgesamt mit den Terminen nach vorne gerückt ist. Grund ist die Landwirtschaftsmesse in Paris, die zu dem Zeitpunkt initiiert wird, an dem die Pariser Stoffmesse Première Vision ihre Tore aufmachen sollte.
Die PV rückt vor, im Zuge dessen die Milano Unica in die erste Februarwoche nachgezogen ist. Die MFS hat die Termine so gelegt, dass es nun lediglich einen Überschneidungstag, der Mittwoch, mit der Milano Unica geben wird. Die BLUEZONE findet parallel an den ersten beiden Messetagen der MFS statt.
Deniz Trosdorff
www.viewmunich.com

09.09.2014