Diese Marken sagen Nein zum Black Friday
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26.11.2021 | Alle Jahre wieder … Die einen lieben ihn. Die anderen hassen ihn. Der Black Friday: Viele verführt er zu einer regelrechten Konsum-Hysterie mit weitreichenden Folgen für Mensch und Umwelt. Gerade im Textilbereich schlagen daher viele Marken Alarm und setzen ein klares Zeichen gegen den Black Friday – sei es mit geschlossenen Stores, Spendenaktionen oder Entschleunigungsprogrammen. 

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Die nachhaltige Sneakerbrand Komrads geht beispielsweise heute mit ihrer Onlineshopping-Webseite offline. Statt Sneaker & Co. findet man nützliche Tipps rund um die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel, darunter spannende Dokumentationen und Filme, Bücher die man gelesen haben muss, interessante Podcasts sowie inspirierende Instagram Profile und Blogs. Auch Maium schließt seinen Shop, jedoch mit einem besonderen Twist: Denn beim Betreten der Website werden die Kunden von einer besonderen Regen-Meditation begrüßt. Maium lädt damit ein, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um den Tag zu entschleunigen. Denn die Marke möchte sich nicht an dem schnellen und günstigen Konsumverhalten beteiligen, das an diesem Freitag besonders zelebriert wird. Anstatt einen Mantel zu kaufen, animiert Maium also dazu, in sich selbst zu investieren und eine Pause einzulegen. 
Natürlich darf Ecoalf nicht fehlen: Für ihre Anti-Black Friday Aktion hat sich die nachhaltige Brand erneut mit dem Dichter Tomfoolery zusammengeschlossen. Mit seinem Gedicht ‚Pile On’ will er auf die Kultur des Kaufens und Wegwerfens, die die Fast-Fashion-Industrie geschaffen hat, aufmerksam machen und dazu anregen, die Gewohnheiten und Bräuche der Menschen zu hinterfragen. Begleitet wird das Gedicht von einem eindrucksvollen Video, das Mülldeponien und -berge zeigt, auf denen noch mehr Abfälle der Bekleidungsindustrie abgeladen werden. Das Zürcher Label Freitag holt sich für heute den Support von gleichgesinnten Marken, darunter Flamingos Life, Secrid, Soeder, Brompton und Oy. Auch sie schließen, wie in der Vergangenheit, am Black Friday ihren Online-Shop und leiten alle Besucher:innen der Website freitag.ch direkt auf ihre Tauschplattform S.W.A.P. (Shopping Without Any Payment) um. Nach dem Tinder-Prinzip können Freitag-Besitzer:innen ihre langlebigen Unikate untereinander tauschen – ganz ohne Drama, ohne Kosten und ohne Abfall.

Spenden statt Shoppen

Das animal-free Label Save The Duck ging für den Anti-Black Friday eine Partnerschaft mit Save the Children zur Unterstützung von geflüchteten Kindern aus Afghanistan ein. Für jede Jacke, die während des Green Fridays in Europa und den USA gekauft wird, spendet Save the Duck ein Modell an einen geflüchteten Menschen aus Afghanistan. Die Aktion läuft noch zum 30. November. Auch die 2020 gegründete aktivistische Streetwear-Marke Anti-do-To baut auf Spenden statt Profit. Bis zum 29. November spendet Anti-do-To statt der üblichen 50 Prozent nun volle 100 Prozent des Nettogewinns aus dem Verkauf ihrer Kleidungsstücke, um Kinder und Jugendliche in Gaza zu unterstützen. Die Geschwister und Inhaber:innen Zelia und Dario Zadra hinter der Schweizer Surf-, Yoga- und Activewear Marke Oy führen ihre Kund:innen am Black Friday nicht auf ihren Onlineshop, sondern auf ein Spendenportal mit dem Aufruf, 1 Euro für das ‚Clean Ocean Projekt’ einzuzahlen. Im Gegenzug spendet Oy jeweils einen weiteren Euro an dieselbe Organisation, die sich für den Schutz der Ozeane und Strände einsetzt.

 

Foto oben: Freitag

 

26.11.2021