HDE-Online-Monitor: Zahl der Paketsendungen knackt erstmals zwei Milliarden-Marke
Online-Handel Pakete

04.11.2021 | Nach der aktuellen Erhebung des HDE-Online-Monitors hat die Zahl der Paketsendungen im Jahr 2020 parallel zum Wachstum des Onlinehandels deutlich zugenommen.  Laut dem HDE wurden im vergangenen Jahr fast 2,3 Milliarden Paket-, Express-und Kuriersendungen im B2C-Handel verschickt. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 entspricht das einem Anstieg um etwa 20 Prozent, also rund 370 Millionen Sendungen. Damit wurden 2020 erstmals mehr als zwei Milliarden Pakete im Onlinehandel versendet. Vor zehn Jahren waren es noch 810 Millionen. Der Großteil der Bevölkerung bestellt regelmäßig Produkte online. Fast 70 Prozent der über 14-Jährigen nutzt Onlineshopping. Wer online shoppt, erhält durchschnittlich 39 Sendungen pro Jahr und gibt jährlich 1.721 Euro aus. Während die Zahl der Paketsendungen und der Umsatz im Onlinehandel in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind, ist der Umsatz pro Sendung nahezu konstant geblieben.

Verbraucherstimmung verbessert sich leicht zum Weihnachtsgeschäft

Auch die Konsumbereitschaft hat sich zum November erholt. Laut aktuellem HDE-Konsumbarometer liegt die Verbraucherstimmung derzeit auf Vorjahresniveau. Der Index ist leicht gestiegen und der dreimonatige Abwärtstrend unterbrochen. Mit Blick auf die bevorstehenden drei Monate sind die Verbraucher:innen insbesondere bei der eigenen Einkommensentwicklung optimistischer gestimmt und damit auch bei ihren geplanten Anschaffungen großzügiger. Auch das bevorstehende Weihnachtsgeschäft sorgt für einen Anstieg der Anschaffungsneigung bei den Konsument:innen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bereitschaft Konsumausgaben etwas gestiegen. Gleichzeitig legt aber auch die Sparneigung minimal zu. Begründet wird die Entwicklung insbesondere durch das in Folge der positiven Situation auf dem Arbeitsmarkt erwartete leichte Plus beim eigenen Einkommen. Einen Stimmungsdämpfer und somit verantwortlich für die geringfügige Verbesserung der Konsumentenstimmung verpasst unter anderem die erneute Verschlechterung der Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung.

Verbraucher:innen blicken eher pessimistisch in die Zukunft

Unter dem Einfluss der weniger optimistischen Konjunkturprognosen sind die Verbraucher:innen pessimistisch gegenüber der nächsten Monate gestimmt. Zwar sind die Konsumenten hier aufgeschlossener als noch vor einem Jahr, doch der Abwärtstrend bei den Konjunkturerwartungen hält an. Zudem steht die Stimmung unter dem Eindruck der gestiegenen Inflationsrate. In der Folge gehen die Verbraucher:innen von steigenden Preisen aus. Der dreimonatige Negativtrend der Verbraucherstimmung endet somit zur Vorweihnachtszeit. Ihr im Vergleich zum Vormonat nur minimaler Anstieg und ihre Annäherung an das Vorjahresniveau weisen jedoch darauf hin, dass in der Weihnachtszeit keine deutliche Veränderung im privaten Konsumverhalten zu erwarten ist. Einflussfaktoren für die weitere Entwicklung der Verbraucherstimmung sind neben dem Verlauf der Pandemie insbesondere die Koalitionsverhandlungen und ihre Ergebnisse.

einzelhandel.de

Bild: Unsplash/ Claudio Schwarz

04.11.2021