Fair Fashion Solidarity -The Fantastic Four Of Eco Fashion
Fair Fashion Solidarity -The Fantastic Four Of Eco Fashion

31.03.2020 | Vier Eco Fashion Player haben die Initiative #fairfashionsolidarity angestoßen. Noch kurz vor dem Wochenende wurde die gleichnamige Online-Plattform von Langer Chen, Lanius, Loveco & Avocado Store lanciert. Dort ist ein Manifest hinterlegt, das sich allen voran an Stores und Brands richtet. Unter dem Motto: ‚Covid-19 is a virus. Fair Fashion is a movement.‘ rufen die Initiatoren die Green Community auf, sich solidarisch zu zeigen und in die Liste der Unterstützer*innen einzureihen. Natürlich ist der Corona Virus auch für den Eco & Fair Fashion Einzel- wie Online-Handel, Brands, Hersteller und Produzenten eine existenzbedrohende Herausforderung. Die Initiative Fair Fashion Solidarity ruft deswegen dazu auf, gemeinsam die saisonalen Rhythmen zu verschieben, auf Rabattschlachten zu verzichten, Lieferungen neu abzusprechen, Zahlungsziele zu verlängern und vieles mehr. Christina Wille von Loveco erklärt: „Wir sind jetzt auf jeden einzelnen angewiesen. Sei es der Hersteller, der auf den Rabatt im Onlineshop verzichtet, der Händler, der seinen Sale nicht früher startet oder Kund*innen, die bereit sind weiterhin den vollen Preis zu zahlen.“ Die öffentlich einsehbare Liste der Unterstützer*innen zählt bereits weit über 100 Teilnehmer*innen (Stand: 31.03.), zu denen bisher Brands wie Bleed, Melawear und Jan N‘ June gehören und auch Stores wie Glore Store und Folkdays. Die Erwartungshaltung ist groß, dass sich weite Teile der Green Fashion Szene anschließen. Denn bei aller Konkurrenz ist es eben eine Modegemeinschaft, die im Kern eine idealistische Botschaft in sich trägt.

Jetzt kann sich zeigen wie fair Fair Fashion miteinander umgeht.
Die Chance Nachhaltigkeit in ein neues Level zu überführen, möchten sich viele nicht entgehen lassen. So sieht beispielsweise Claudia Lanius eine Möglichkeit, gestärkt aus der Krise hervorzugehen: „Wenn ich Überlegungen hinsichtlich positiv Effekte der Corona-Krise und Chancen anstelle, denke ich, dass eine Entschleunigung in unser System, in unsere Textilwelt kommen könnte und dadurch die Lieferrhythmen und die Menge der Textilien nochmal klar reflektiert werden. Das heißt aus meiner Sicht auch, Ressourcen zu schonen und hochwertige Textilien zu produzieren, die ein langes Leben haben. Dadurch können ebenso positive Effekte bezüglich des Klimawandels wie Verringerung des CO2-Austoßes stattfinden. Das alles sind positive Dinge, die ich sehe. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass in Krisen die größten Chancen liegen. Man kann Dinge nochmal überdenken und neue Wege finden. Das würde mich sehr freuen.“
fair-fashion-solidarity.de

31.03.2020