29. Juli 2014  |  TM-digital Messen & Märkte
Seit dem Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch im vergangenen Jahr hat sich der Druck zur Verbesserung der Produktionsbedingungen in den Entwicklungsländern noch einmal spürbar erhöht. Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels, BTE, unterstützt entsprechende Initiativen und hat der Branche eine Beteiligung an der Business Social Compliance Initiative (BSCI) empfohlen.
BSCI wurde im Jahr 2003 als non-profit Wirtschaftsinitiative zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette gegründet. Sie ist eine Initiative der Foreign Trade Association (FTA), dem europäischen Dachverband der AVE. Aktuell sind über 1.300 Unternehmen aus 22 Ländern der Initiative angeschlossen. Deutsche Unternehmen sind stark bei BSCI engagiert. Neben Konzernen wie Metro, Otto, Aldi und Karstadt sind auch zahlreiche Importeure aus der Modebranche vertreten. Dazu zählen z.B. Brax, Deichmann, Esprit, Falke, Gerry Weber, P&C, Strellson, Tom Tailor und Vögele.
Um weitere Interessenten über BSCI zu informieren, veranstaltet der BTE am 3. September im Brüsseler FTA-Büro das Info-Seminar „Sozialstandards in der internationalen Lieferkette – Möglichkeiten der Business Social Compliance Initiative“. Lorenz Berzau, BSCI-Managing Director und Rebecca Weicht, BSCI Capacity Building Officer, werden von 10.30 bis 16 Uhr u.a. den Verhaltenskodex und die Umsetzung erläutern sowie ein kurzes BSCI-Plattform-Training durchführen.
Das Seminar richtet sich an alle Unternehmen, die Textilien, Schuhe oder Lederwaren aus Asien oder vergleichbaren Entwicklungsländern einführen. Anmeldeschluss ist der 25. August 2014. Die Teilnehmergebühr beträgt für Mitglieder im Einzelhandelsverband 99 EUR, sonst 149 EUR, jeweils zzgl. MwSt.
Stornogebühren: Ab 25. August 50%, ab 27. August 90% der Teilnehmergebühren.
Informationen und Anmeldung: BTE e.V, An Lyskirchen 14, 50676 Köln, Alexandra Müller, Tel. 0221 / 921509-41, eMail:
mueller@bte.de

29.07.2014