Branchenverbände verbünden sich zur Koalition der Kultur- und Kreativwirtschaft
k3d

19.11.2021 | Unter den Namen ‚Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland‘ kurz ‚k3d‘ haben sich 16 führende privatwirtschaftliche Branchenverbände aus den Bereichen Bücher und Mode, Journalismus, Musik, Games, TV, Radio und Film, Kulturveranstaltungen, Galerien, Architektur und Design zusammengetan. So will man künftig gegenüber der Politik aus Bundes-, Länder- und EU-Ebene ein sachkundiger Dialogpartner und Impulsgeber für die gemeinsamen Interessen der Branche sein. Mit gebündelten Kräften soll die Relevanz der Relevanz der Kultur- und Kreativwirtschaft als Wirtschaftszweig und für die Gesellschaft stärker nach außen vermittelt werden.

Zentrale Anlaufstelle der Kultur- und Kreativwirtschaft

In seiner Funktion wird die neue Initiative übergeordnete Positionen, Stellungnahmen und Forderungen zu kultur-, medien- und wirtschaftspolitischen Fragestellungen entwickeln und vertreten. Angesichts der aktuellen Koalitionsverhandlungen spricht sich k3d für eine zentrale Anlaufstelle in der neuen Bundesregierung für alle Belange der Kultur- und Kreativwirtschaft aus. Statistisch gesehen steuert die Kultur- und Kreativwirtschaft mit einer Bruttowertschöpfung von 106 Milliarden Euro im Jahr 2019 3,1 Prozent zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung in Deutschland bei. Nach der Automobilindustrie und dem Maschinenbau bildet sie den drittgrößten Wirtschaftszweig in Deutschland. Auf europäischer Ebene erzielte sie 2019 einen Umsatz von 643 Milliarden Euro und eine Gesamtwertschöpfung von 253 Milliarden Euro. Damit machen die Kernaktivitäten der Kultur- und Kreativwirtschaft 4,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts der EU aus.

k3d – zukunftsweisende Initiative  

Eines der Gründungsmitglieder, der Fashion Council Germany e.V. (FCG), setzt sich seit seiner Gründung verstärkt für mehr politische Relevanz der Mode als Kultur- und Wirtschaftsgut ein. So hat der FCG neben einem Termin im Juli 2018 mit führenden Modeexperten zu einem Dialog mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt außerdem Anfang des Jahres in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine Studie zum Status deutscher Mode veröffentlicht. Bei der im vergangenen Juli vom FCG initiierten Konferenz ‚The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft‘ hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, in ihrer Eröffnungsrede auf die Initiative des k3d-Bündnisses hingewiesen und lobte dieses zukunftsweisend als „perfektes Beispiel“ eines disziplinübergreifenden Ansatzes. Marie-Louise Berg, stellvertretendes Vorstandsmitglied beim Fashion Council Germany kommentiert: „Diese Anerkennung der Kommissionspräsidentin auf europäischer Ebene wünschen wir uns nun als k3d auch von der künftigen Bundesregierung in Deutschland.“

k3-d.org

19.11.2021