Die Ankündigung der Bread & Butter, die Metropolstädte Barcelona, Berlin und Seoul als Austragungsstätten für ihre Messen zu definieren, dominierte die Diskussion im Fachkreisen während der Berlin Fashion Week.

Für viele war die Entscheidung von Messechef Karl-Heinz Müller, mit Blick auf die Zukunft starke Veränderungen an seinem Messekonzept herbeizuführen, nur noch eine Frage der Zeit. Es musste etwas passieren, wenn die Trade Show als wesentliche Leit- und Orientierungsmesse nicht weiter an Anziehungskraft verlieren sollte.

Faktum ist: Berlin bleibt trotz der jetzt wieder wachsenden Zahl der skeptischen Meinungen sowohl in kreativer Hinsicht als von der Akzeptanz gesehen, noch immer treibender Modestandort in Deutschland und Europa. Neben der Bread & Butter gibt es mit den vielen Wettbewerbern, insbesondere der Premium, längst weitere große Messeformate, die starke Treiber des Berliner Modestandorts sind.

Fazit: Insgesamt war in Berlin gefühlt aber auch faktisch bestätigt, ein Rückgang sowohl der Besucher aus Deutschland, als auch aus dem Ausland festzustellen. Dies hat vor allem konjunkturelle, aber auch strukturelle Ursachen. Der Absatz von Mode steht wegen des Überangebots unter Druck. Nur Produkte mit Exzellenz setzten sich durch. Die Kommunikation und die damit verbundenen Verkaufsanbahnungsprozesse verlagern sich ins Internet oder passieren weiterhin in Showrooms. Es bleibt abzuwarten, in wie weit die Messeveranstalter in der Lage sind, auf diese Herausforderungen mit den richtigen Maßnahmen zu antworten.

11.07.2014