01. September 2014  |  TM-digital Messen & Märkte
Die US-Lieferungen nach China sind 2013/14 erstmals seit 2004/05 unter 25 Prozent gefallen – soweit die Vertriebszahlen des USDA. Die Baumwollexporte ins Reich der Mitte fielen im Vergleich zur Vorsaison über 50 Prozent auf 2,5 Millionen Ballen, verantwortlich für den gesamten 20-prozentigen Rückgang der U.S.-Verkäufe. Diese Zahlen zteilt die Bremer Baumwollbörse über ihren turnusmäßigen Cotton-Report mit.
Danach werden in der Saison 2013/14 Chinas gesamte Baumwollimporte gegenüber dem Vorjahr vorrausichtlich circa ein Drittel fallen, zum Teil verursacht durch die Restriktion der Importe seitens der Regierung als Antwort auf die wachsenden Staatsvorräte. Zur gleichen Zeit nahm die U.S.-Produktion infolge der Auswirkungen der heftigen Dürre auf 25 Prozent ab, was das für den Export zu Verfügung stehende Angebot reduzierte.
Mit deutlich weniger U.S.-Exporten nach China zeigen die vorläufigen offiziellen Daten der chinesischen Einfuhren, dass sowohl Indien als auch Australien im Begriff sind, den größten Anteil in diesem Markt seit knapp zwei Jahrzenten für sich zu erobern. Die schwachen U.S.-Leistungen am chinesischen Markt wurden zum Teil durch stabile Lieferungen in andere bedeutende Märkte ausgeglichen. Die U.S.-Lieferungen an die sechs größten Märkte (Türkei, Mexiko, Vietnam, Indonesien, Thailand und Korea) nahmen alle zu. Insgesamt stiegen die Verschiffungen in diese Märkte um beinahe 20 Prozent, ein Anteil von 56 Prozent aller U.S.-Exporte.
Trotz einer voraussichtlich weitaus größeren Menge an zur Verfügung stehender U.S.-Baumwolle in der Saison 2014/15 wird den Importen Chinas ein weiterer Abstieg von 40 Prozent prophezeit. Mit dem anhaltend starken Wettbewerb von Indien und Australien bleibt dabei zu beobachten, ob die Vereinigten Staaten ihre dominierende Stellung bei den Lieferungen nach China zurückgewinnen werden.
Weitere Informationen unter
www.fas.usda.gov

01.09.2014