TM digital exclusive | 18.12.2014

GARDEUR: Erfolg durch Konzentration

Gerhard Kränzle schließt sein erstes Jahr als Unternehmer der GARDEUR GmbH mit einem positiven Fazit ab. Im Geschäftsjahr 2013/2014 (Laufzeit 1.10.2013 bis 30.9.2014) konnte die GARDEUR GmbH zum ersten Mal nach vier Jahren wieder ihren Umsatz steigern (+4% auf 88,4 Mio. Euro) und das EBITDA sogar mehr als verdoppeln (auf 3,7 Mio. Euro, zuletzt 1,8 Mio. Euro). „Wir legen unseren Schwerpunkt klar auf wertvolle Umsätze, daher haben wir uns in den letzten Jahren bewusst von Umsätzen getrennt, mit denen wir keinen Ertrag erwirtschaftet haben.

Diese Konzentration zahlt sich aus: So liegt der Jahresüberschuss heute viermal höher als noch 2009/2010, als der Umsatz bei 97,2 Mio. Euro lag.“ Dieses Ergebnis zeigt: Die Veränderungsmaßnahmen der vergangenen vier Jahre tragen nun Früchte. Bei seinem Eintritt als CEO im November 2010 hatte Kränzle einen umfassenden und markenkernbasierten Veränderungsprozess angestoßen, der bis heute andauert. Unter Einbindung aller Mitarbeiter – vom Auszubildenden bis zum Geschäftsführer – richtet er alle Prozesse auf den Markenkern aus. So investiert er in die Qualität der Produkte, in Prozessperfektion, das Know-how der Mitarbeiter sowie den Markenauftritt.

Wichtiger Schwerpunkt der Prozessoptimierung sind z.B. die Stärkung der Eigenbetriebe in Tunesien sowie der Ausbau zur Vollvertikalisierung, der im Juli 2014 in die internationale Testphase ging. So intensivierte das Team GARDEUR auch die Flächensteuerung. „Händler, die ihre Flächen durch uns steuern ließen, erzielten mit unseren Produkten seit 2012 rund 12 Prozent Umsatzwachstum“, sagt Kränzle. „Während der Markt schwächelt, verdient der Handel gutes Geld mit uns.“

Am 1. Oktober 2013 übernahm Kränzle mit der Kränzle Beteiligungs GmbH 51 Prozent der Unternehmensanteile. Teilhaber ist die NRW.BANK, die 49 Prozent der Anteile hält. Ziel ist, die GARDEUR GmbH bis 2020 wieder zu 100 Prozent in Familienbesitz zu überführen. Die Rückkaufbedingungen waren bereits beim Kauf fixiert worden.

„GARDEUR ist schnell meine berufliche Heimat geworden – mittlerweile ist die Firma auch mein Lebenswerk. Ich habe mich damals entschlossen, die unternehmerische Verantwortung zu übernehmen, weil ich an die Kraft des Unternehmens, der Marken und der Mitarbeiter glaube. Ich möchte GARDEUR in seiner Tradition als unternehmergeführtes Haus in die Wachstumsphase steuern. Und dabei sind wir, das zeigen auch die Zahlen, auf einem sehr guten Weg.“

Der Mönchengladbacher Hosenspezialist GARDEUR wurde 1920 gegründet, beschäftigt etwa 2.000 Mitarbeiter und beliefert rund 3.000 Kunden in rund 50 Ländern weltweit.

www.gardeur.de